Wissen strukturieren

Wie die meisten Kleinunternehmen verfügen viele Veranstaltungsagenturen weder über ein Instrumentarium noch über Zeit und Ressourcen, um im aufreibenden und schnelllebigen Management von Veranstaltungen  diese für den Erfolg einer Veranstaltung wichtigen Informationen zu sammeln, zu verdichten und weiter zu leiten. Die Dienstleistungsunternehmen aus der Veranstaltungsbranche sind sich sehr wohl bewusst, dass Wissen die zentrale Entscheidungsgrundlage unternehmerischen Handelns bildet. Zu häufig jedoch wird Wissen mit Erfahrung gleichgesetzt.

Erfahrung aber bedeutet nur ein personalisiertes Wissen, das im Verborgenen schlummert.

In der Projektarbeit wird sehr viel wert auf Erfahrung gelegt. Doch ein Kapital stellt die Erfahrung der Mitarbeiter für das Unternehmen nur dann dar, wenn es gelingt den verborgenen Schatz zu heben und personalisiertes Wissen unternehmensweit verfügbar zu machen.

Unternehmen mit einem funktionierendem Wissensmanagementsystem binden frühzeitig alle Mitarbeiter ein, bieten Anreize für Verbesserungsvorschläge und nutzen ein dezidiertes Dokumentenmanagement, um sich keine Information entgehen zu lassen, doch was bei 100, 500 oder 1.000 Mitarbeiten in der industriellen Produktion funktioniert, kann auf Klein- und Kleinstunternehmen mit fünf bis fünfzehn Mitarbeitern, wie in der Veranstaltungsbranche üblich, nur schwerlich übertragen werden.

Statt eines aufwendigen Dokumentenmanagementsystems werden Pläne, Zeichnungen, Grafiken und Korrespondenz in einfachen Projektordnern abgelegt. Statt organisiertem Vorschlagswesen gilt eigenständiges Arbeiten als Regel und führt eher zum Gegenteil, nämlich zu individuell sehr unterschiedlichen Bearbeitungs- und Dokumentationsformen. Während die einen jede Email ausdrucken, erfassen die anderen im Meilensteinbericht nur außerordentliche Budget- und Terminabweichungen.

Der nahe liegende Schritt wäre die Vereinheitlichung, Vertiefung und Anzahlerhöhung von Projektberichten.

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