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| Die Migration von Räumen : Ein Werkstattprojekt zum Placemaking im Fokus von Migration und Mauerfall |
Das interdisziplinäre Werkstattprojekt »Die Migration von Räumen« beleuchtet die mitgebrachten und geschaffenen Räume von Migranten zwischen Ankunfts- und Herkunftsland. Der Stadtumbau zu einem Neuen Berlin und die Bewahrungstendenzen bei der Migration von Räumen führen zu Konflikten des Platz machens und Platz schaffens. Diese werden am Beispiel des Falls der Mauer aus dem Blickwinkel von Migranten genauer untersucht.
Migration meint nicht nur die Flucht von Menschen, sondern auch eine Bewegung von Räumen. Mitgebrachte Heimaträume (rurale, urbane) bilden gestärkt von wechselseitigen Abgrenzungsstrategien die Basis für neue Räume und Plätze. Gerade in Berlin sind nicht nur viele solcher „migrierten Räume“ zu beobachten, Berlin selbst ist kein statischer Raum, sondern stellt eine Vielzahl von sich verändernden Räumen dar. Diese zahlreichen Bewegungen und Veränderungen haben sich seit dem Mauerfall beschleunigt. Wie wurden die doppelten territorialen Grenzen (Wohnviertel/ Berliner Mauer) von den unterschiedlichen Migrantengruppen empfunden? Wie bewegen sich die verschiedenen Migrantengruppen in der politisch vereinten, räumlich vielfach geteilten Stadt?
In dem Werkstattprojekt „Die Migration von Räumen: Über Placemaking im Fokus von Migration und Mauerfall“ erarbeitet ein interdisziplinäres Team aus Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen unter Verwendung unterschiedlichen Medien das umrissenen Themenfeld. Über die Projektdauer eines Jahres werden Material in Fotografien, Videodokumenten und Texten gesammelt, ohne sich von vornherein auf ein künstlerisches Ausstellungsprodukt festzulegen.
Stefanie Bürkle ist Künstlerin und arbeitet über die Wirkung und Identität von Stadträumen. Thi Hoang Lan Do ist vietnamesische Sozialwissenschaftlerin und beschäftigt sich mit dem Leben von Vietnamesinnen in Zwischenwelten. Berit Petzsch ist Ethnologin und arbeitet in Berlin.
Joana Breidenbach ist Ethnologin und publiziert schwerpunktmäßig über transkulturelle Identitäten.
Das Projekt wird unterstützt vom Haupstadtkulturfonds.
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